Figueira-mata-pau (Ficus pertusa)

Veröffentlicht am 29. Juni 2008 - 08:54h unter Flora im Pantanal

figueira mata pauDiesen “Feigenbaum” trifft man in der Regel häufig innerhalb der CAPÕES und der Galeriewälder, die die Flussufer begrenzen. Der Baum erreicht 20 Meter Höhe. Charakteristisch sind seine Früchte mit lila Flecken – wenn sie unreif – und rot-schwarzen Flecken, wenn sie reif sind. Diese essbaren Früchte werden besonders von vielen Tierarten geschätzt: Fledermäuse, Vögel, Brüllaffen und sogar Fische leben von ihnen und sorgen auch für die Verbreitung der Samen, welche mit dem Kot ausgeschieden, sich na den Stämmen von anderen Bäumen festsetzen. Besonders an Stämmen der ACURÍ-Palme – wo sie in den alten Blattscheiden keimen und im Lauf der Jahre den sie ernährenden Baum abwürgen. In den Hohlräumen der über dem Boden befindlicher Wurzelteile, und auch im Stamm, leben Fledermäuse und Bienenvölker.

Kuriositäten: Das Holz des Baumes ist weiss und leicht. Es dient als Innenverkleidung von Wohnungen und für Gemüse- und Obstkisten. Der Saft des Baumes kann zu Gummi verarbeitet werden – er hat eine gute Wirkung als Wurmmittel – kann aber nur verdünnt eingenommen werden, sonst verätzt er den Mund. Innerhalb des Pantanals findet man selten eine ACURÍ-Palme, die nicht von der FIGUEIRA-MATA-PAU als Parasit befallen ist. Oft verschlingen sich die beiden Riesen ineinander während vieler Jahre, bis endlich einer von ihnen abstirbt. Selten, dass die Palme den Kampf gewinnt!