Jacaré-do-pantanal (Kaiman)

Veröffentlicht am 29. Juni 2008 - 10:50h unter Reptilien im Pantanal

Portugiesisch: Jacaré-do-pantanal
Familie: ALLIGATORIDAE
Spezies: Caiman crocodilus yacare
Deutsch: Kaiman

Körperlänge: erreicht 2,5 Meter. Diese Sub-Spezies ist typisch für den Pantanal – gekennzeichnet durch ihre dunklen Flecken an den Seiten des Unterkiefers. In der Trocken-Periode sieht man die Tiere im Überfluss – in den Buchten und sogar in vorübergehend gefluteten Senken, wo sie ihre Nahrung finden. Sie ernähren sich von Fischen, Vögeln, Amphibien, Muscheln, Insekten und Krebsen. Ihre Eier legen sie in ein Nest – einem grossen Haufen abgestorbener Blätter und Pflanzenstängel, der vom weiblichen Tier angelegt wird, das auch das Nest mit den Eiern bis zum Schlüpfen der Jungen bewacht. Zu den Beutemachern, die den Eiern gefährlich werden können, gehören unter anderen der Quati und der Calango.

Zu ihrem Schutz bleiben die geschlüpften Jungen tagsüber bei der Mutter. In der Nacht verteilen sie sich, um sich in erster Linie von Insekten an der Wasseroberfläche zu ernähren. Dieses Verhalten wird solange wiederholt, bis die Jungtiere unabhängig geworden sind. Als kaum handgrosse Jungtiere werden sie eine leichte Beute der Reiher und Störche.

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Kuriositäten: Das Nest des Pantanal-Kaimans kann unter Umständen bis zu 50 Eier enthalten. Das Weibchen verhält sich äusserst aggressiv, selbst auf dem Land, wenn es um die Verteidigung seines Nestes geht. In den achtziger Jahren, so schätzt man, wurden im Pantanal mehr als 5 Millionen Kaimane abgeschlachtet und ihre Häute im Schwarzhandel nach Europa, den Vereinigten Staaten und nach Asien geschmuggelt. Die Schmuggelzentrale befand sich in Paraguay.

In der Trocken-Periode durchwandern die Kaimane grosse Distanzen auf dem Festland – besonders während der Nacht – um von einer austrocknenden Lagune in die nächst tiefere zu gelangen oder einen Fluss zu erreichen.