Das Pantanal trauert um seinen verstorbenen Poeten

Veröffentlicht am 18. November 2014 - 00:06h unter Pantanal News

manoel-barrosDas Pantanal hat einen seiner wichtigsten Repräsentanten verloren, den Poeten Manoel de Barros. Er ist am Freitag (13.) im Alter von beinahe 98 Jahren in seiner Heimatstadt Campo Grande an Organversagen gestorben. Manoel de Barros gilt als einer der bedeutendsten Poeten Brasiliens. In seinen Texten und Gedichten spielte dabei die Natur, das Pantanal und seine dort verbrachte Kindheit eine große Rolle.

Mit drei offiziellen Tagen der Trauer und etlichen Gedenkreden hat das Pantanal seinen verstorbenen Poeten gewürdigt. Der Gouverneur des Bundesstaates Mato Grosso do Sul, André Puccinelli, bezeichnete ihn dabei als „Botschafter des Pantanal“. Der am 19. Dezember 1916 in Cuiabá geborene Manoel Wenceslau Leite de Barros hat mit seinen Büchern, Gedichten, Texten und seiner Poesie ein großes Legat hinterlassen. Wohl kaum einer hat auf so einfache und beeindruckende Weise seine Liebe zum Pantanal, zur Natur und zu den Kleinen Dingen des Lebens so gekonnt ausgedrückt wie Manoel de Barros, der mit den Worten spielte und seine Kunst selbst der „Primitiven Avantgarde“ zuordnete. Die eroberte allerdings die Herzen Vieler, unter ihnen auch den Musiker Márcio de Camillo, der einige der Gedichte de Barros auf seiner CD „Crianceiras“ (Kindereien) vertont hat.

Manoel de Barros studierte in Rio de Janeiro, lebte zeitweise in Peru und Bolivien. In den 60er Jahren kehrte der gelernte Anwalt auf die Fazenda seiner Familie in Campo Grande zurück. Dort verbrachte er die Vormittage mit dem Sinnieren und Schreiben. Sein letztes Buch “Portas de Pedro Viana” (Die Türen des Pedro Viana) wurde 2013 veröffentlicht. Die Akademie der Literatur Mato Grosso do Suls hat bereits angekündigt, dass der Dichter im Dezember bei der Einweihung des neuen Geschäftssitzes der Einrichtung besonders geehrt werden soll.