Die Fazendas im Pantanal verbinden ihre Viehzucht mit dem Tourismus

Veröffentlicht am 9. Januar 2014 - 12:03h unter Pantanal News

pantanal einblick_2075Die Besitzer von Fazendas (Farmen) im Pantanal werben um Touristen mit dem Image des Jaguars. Personen aus aller Welt bereisen das Pantanal, um dort den gefleckten Jaguar fotografieren zu können, den grössten Vertreter der Grosskatzen Südamerikas. Das Pantanal hat eine Fläche von viertausend Quadratkilometern, davon ein Teil im Bundesstaat Mato Grosso und der andere in Mato Grosso do Sul. Das Munizip von Miranda wird von den Touristen am meisten besucht.

Der wissenschaftliche Name des gefleckten Jaguars ist Panthera onca, ein endemisches Tier des Amerikanischen Kontinents, welches man in fast allen Regionen Brasiliens findet. Es ist der grösste Fleischfresser Brasiliens. Ein männlicher Jaguar kann bis zu 150 kg wiegen.

An einem Wasserarm des Rio Miranda, von einem Hausboot aus, kann man den dichten Dschungel am besten beobachten, in dem sich die Grosskatze verbirgt. In der Regel jagt sie des Nachts. Unter Tage pflegt sie das Flussufer aufzusuchen, wo sie sich im Schatten der Bäume zum Ausruhen niederlegt. Ihre Beobachtung ist nur vom Innern des Bootes aus erlaubt, um das Tier nicht zu stören. Die Flecken auf seinem Fell sind für die Wissenschaftler wie ein Daumenabdruck – jedes Exemplar ist individuell gezeichnet und kann an seinem Fleckenmuster identifiziert werden.

Unter den Fazendas im Munizip Miranda (Mato Grosso do Sul), die mit dem Image des Jaguars Touristen anlocken, ist auch die “Fazenda San Francisco“, wo man bereits 14 Jaguare beobachten und fotografieren konnte. Der Besitzer der Fazenda hat seinen Betrieb in ein Hotel verwandelt und bestätigt, dass diese neue Art von Aktivität mehr Arbeitsplätze in der Region geschaffen hat.

“Ich glaube, dass der Tourismus mehr Gewinn bringt als die Viehzucht. Der Jaguar bringt Geld. Und der Tourismus ist ein guter Grund, das Raubtier zu erhalten und zusammen mit ihm eine Viehzucht zu betreiben“, sagt der Fazendeiro.

Im Munizip von Poconé (Mato Grosso) ist Porto Jofre, am Ufer des Rio Cuiabá, eine Destination, die Touristen aus aller Welt anzieht, um dort den gefleckten Jaguar zu beobachten und fotografieren zu können. In dieser Region sind die Grosskatzen etwas zahlreicher, dass man mit ein bisschen Geduld und Glück das eine oder andere Exemplar bestimmt vor die Linse bekommt.