Festival der Kulturen im Herzen des Pantanal

Veröffentlicht am 24. August 2015 - 13:55h unter Pantanal News

festival_1Einmal im Jahr verwandelt sich die Pantanal-Stadt Corumbá in eine Bühne der südamerikanischen Kulturen. Attraktionen sind beim “Festival América do Sul Pantanal“ unter anderem Poesie, Musik, Kunst und Theater. Zum zwölften Mal hat das Festival dieses Jahr stattgefunden und neben beinahe 500 teilnehmenden Künstlern wieder tausende Menschen angezogen.

Insgesamt 108 Attraktionen sind bei der zwölften Ausgabe auf dem Programm gestanden. Mit dabei waren ebenso Schriftsteller und Poeten, wie Paulo Robson de Souza, der eigentlich Biologe und Universitätsprofessor in Mato Grosso do Sul ist. Er hat bei der “Quebra-torto Literário“ sein Werk “O samba da piranha“ zum Besten gegeben, bei dem er Musik, Poesie und sein Wissen in der Biologie miteinander verbunden hat.

Auch das Beispiel des Chilenen Nicanor Segundo Parra Sandoval zeigt, dass Poesie und Wissenschaft durchaus vereinbar sind. Der 101 Jahre alte Physiker, Mathematiker und Poet wurde beim diesjährigen Festival geehrt. Geehrt wurde ebenso der kürzlich verstorbene Bluesmusiker Renato Fernandes.

Die verschiedensten Kulturdarbietungen und Kunstwerke aus Uruguay, Bolivien, Kolumbien, Argentinien, Brasilien und Peru sowie ebenso der indigenen Völker des Pantanal gab es zu sehen. Dargeboten wurden ebenso klassische Musik, Samba, Modeschau, Ausstellungen und Töpferworkshops, deren Künstler allesamt ihre Wurzeln im Pantanal haben. Eine weitere Eigenheit des Festvials ist es, dass es alle Generationen anspricht. So hat die Vereinigung Mostra Rua mit Skateboard, Graffity, Breakdance und Hip-Hop die beispielsweise die Jugendlichen angezogen.

Der Event hat sich nicht nur auf Corumbá beschränkt. Auch in der brasilianischen Stadt Ladário, dem bolivianischen Puerto Quijarro und Puerto Suarez wurde ebenso mit Veranstaltungen zum Festival aufgewartet.