Bauarbeiten an Rondon-Gedenkstätte im Pantanal werden fortgesetzt

Veröffentlicht am 24. November 2014 - 19:52h unter Pantanal News

7698cb4c301abf14e0c628311cbaa5e2Seit über zehn Jahren ist die Gedenkstätte Rondon in der Gemeinde Santo Antônio do Leverger im Bundesstaat Mato Grosso verwaist. Jetzt sollen die Bauarbeiten wieder aufgenommen und das Denkmal fertiggestellt werden. Erinnert werden soll damit an den Abenteurer Marechal Cândido Rondon, der die wichtigsten Kommunikationsverbindungen Brasiliens eingerichtet hat. Das Bauwerk an seinem Geburtsort soll jedoch auch als Kulturzentrum dienen und mit einer Bibliothek, einem Feldlabor und einem Informationszentrum für Touristen ausgestattet werden.

Bereits im Jahr 2000 war mit dem Bau der Gedenkstätte im nördlichen Pantanal begonnen worden. Nach der Fertigstellung der Stahlkonstruktion verwaiste dieser jedoch wegen Geldmangels. Mittlerweile sind Teile der Struktur bereits verrostet. Diese soll nun restauriert werden, die Fertigstellung des gut eine Million Euro teuren Museums und Kulturzentrums ist für das kommende Jahr geplant. Bereits drei Seminare wurde diesbezüglich bereits abgehalten, um gemeinsam mit der Bevölkerung und Nichtregierungsorganisationen über das Konzept der Gedenkstätte zu diskutieren. Festgelegt wurde dabei, dass es sowohl der lokalen Bevölkerung als auch den Touristen zugute kommen soll.

Cândido Mariano da Silva Rondon kam 1865 im heutigen Distrikt Mimoso von Santo Antônio do Leverger als Nachkomme von Indios und Europäern auf die Welt. In Rio de Janeiro besuchte er die Militärschule und begann seine Karriere. Er hat nicht nur Telegraphenverbindungen im wenig besiedelten „wilden Westen Brasiliens“ etabliert und die enorme Grenzregion vom Norden bis zum Süden des Landes kartiert, sondern sich ebenso für die Belange der Indios eingesetzt. Im Jahr 1910 organisierte und leitete er unter anderem den “Service zum Schutz der Indios”. Neben zahlreichen Expeditionen führte er 1913/1914 ebenso eine mit dem Präsidenten der USA, Theodor Roosevelt, durch.