Indios beteiligen sich erstmals am Winterfestival in Bonito

Veröffentlicht am 5. August 2015 - 19:10h unter Pantanal News

Arte Indios KadiweuZum ersten Mal haben die Frauen der Kadiwéu-Indios am Winterfestival der Pantanal-Stadt Bonito teilgenommen. Auf Begeisterung bei den Festivalbesuchern sind vor allem deren Töpferwaren gestoßen. Die werden nach einer alten Tradition der Indios hergestellt und mit Farbenprächtigen Mustern versehen.

Das Zelt der Indios aus dem aldeia Alves de Barros war eine der Hauptattraktionen des 16. Festivals de Inverno in Bonito. Dort wurden neben den Traditionen des Volkes der Kadiwéu ebenso deren Kunsthandwerk vorgestellt, wie das der Herstellung von Töpferwaren. Tonvasen und Töpfe werden dabei mit kräftigen, natürlichen Farben bemalt.

Die Grundlagen dazu bietet die Natur in der Umgebung des Dorfes der Indio-Terra Kadiwéu. Die Farben Rot, Gelb und Grün sammeln die Frauen am Flußufer. Die schwarze Farbe wird aus dem Harz des Baumes pau-santo gewonnen und die weiße aus dem Harz des Baumes amesca.

Die Terra der Kadiwéu liegt im Munizip Porto Murtinho im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul. Zu dem Indio-Gebiet gehören neben Alves de Barros weitere fünf Dörfer. Das Kunsthandwerk der Indios gab es nicht nur beim Winterfestival Bonitos zu sehen, erstanden werden kann es ebenso im aldeia Alves do Barros, das regelmäßig von Touristen besucht wird.

Dass die Indios an dem Festival teilgenommen haben, wird als Erfolg verbucht. Es wird zudem als Beginn eines Dialoges angesehen, wie Silvana Terena vom Sekretariat für indigene Angelegenheiten sagt. Häufig werden die Indios mit Landkonflikten in Zusammenhang gebracht. Festivals werden deshalb als gute Möglichkeit verstanden, die Kultur der Ureinwohner Brasiliens zu zeigen und so zu einem besseren Verständnis zwischen Indios und Nicht-Indios beizutragen.