Krtitik an illegaler Praxis der Anfütterung von Jaguaren

Veröffentlicht am 21. Oktober 2014 - 16:39h unter Pantanal News

jaguar_brasilienWildtiere im Pantanal zu beobachten, ist eine der vielen Touristenattraktionen, die das größte Feuchtgebiet der Welt zu bieten hat. Allerdings warnen Umweltschützer vor der Praxis Jaguare anzufüttern, um die Tiere vor die Kamera zu bekommen. Dies ist nicht nur verboten, sondern auch gefährlich. Dass mit den Wildkatzen nicht zu spaßen ist, zeigt das Erlebnis zweier Landarbeiter, die von einer der gefleckten Großkatzen angegriffen und verletzt wurden.

Auch wenn es verboten ist, kommt es dennoch immer wieder zur Anfütterung der Jaguaren. In der grenznahen Region Serra do Amolar, zwischen den Städten Cáceres und Corumbá, hat unlängst eine Gruppe von Touristen Fisch ausgelegt, um ein in der Nähe befindliches Tier anzulocken. Den Vorgang, als die Wildkatze den angebotenen Fisch holt und ins Gebüsch trägt, filmten sie. Ein anderes Video zeigt zwei Jaguare, die um einen dargebotenen Fisch kämpfen. Die Naturschutzorganisation „Instituto do Homem Pantaneiro“ hat beim Staatsministerium nun allerdings Ermittlungen über die Ersteller der beiden Videos beantragt.

Die Vertreter der Organisation wollen damit keineswegs ein Verbot der Fotosafaris erreichen. Vielmehr gehe es darum, einen verantwortlichen Umgang mit der Natur während der Erkundungstouren im Pantanal zu erreichen, wie sie erklären. Die Naturschützer verweisen darauf, dass die Tiere sich an die Futterstellen gewöhnen und ihre natürliche Scheu vor den Menschen verlieren. Allerdings bedeutet dies nicht, dass sie zahm werden und ihren Instinkt verlieren. Um auf die Gefahr hinzuweisen wurden längst auch Kampagnen eingeleitet.

Erst im August wurden zwei Männer verletzt, die in der Nähe von Corumbá Rinderweiden inspizierten. Als sie eine Gruppe von Geiern ausmachten, stiegen sie von den Pferden ab, um zu sehen, ob sich dahinter ein verendetes Rind verbirgt. Dabei überraschten sie einen Jaguar, der sofort zum Angriff ansetzte. Mit viel Glück entkamen die beiden Arbeiter der Attacke. Sie mussten allerdings ihre Wunden an Beinen und Armen im Krankenhaus versorgen lassen.