Mit Aktionsplan gegen illegalen Tierhandel im Pantanal

Veröffentlicht am 3. April 2014 - 16:36h unter Pantanal News

pma_canariosDas Umweltschutzinstitut Chico Mendes hat einen nationalen Aktionsplan zum Schutz verschiedener, bedrohter Tierarten verabschiedet, bei dem unter anderem Maßnahmen zum Erhalt der natürlichen Lebensräume vorgesehen sind. Der Plan umfasst aber ebenso Aktionen gegen den illegalen Handel, dem nach wie vor viele Tiere zum Opfer fallen.

Eins der Tiere, die der Schutzplan umfasst, ist der rote Wolf (Lobo Guará), der unter anderem in den Überschwemmungsgebieten des Pantanal seine Heimat hat. Auch dem stark vom Aussterben bedrohten blauen Ara-de-lear und dem seltenen Vogel Soldadinho-do-araripe soll das Programm zugute kommen. Um das natürliche Umfeld der Tiere zu erhalten, sind Aktionen und Partnerschaften mit verschiedenen Institutionen vorgesehen. Dazu zählen unter anderem Forschungseinrichtungen, Behörden, Nichtregierungs-Organisationen, Finanzeinrichtungen und die lokale Bevölkerung. Ein anderer Schwerpunkt ist die Umwelterziehung, bei der es darum geht, über die bedrohten Tierarten und deren Lebensraum aufzuklären.

Ziel ist es ebenso, gegen den Handel mit Wildtieren und die illegale Jagd stärker vorzugehen. Dass dies notwendig ist, zeigt ein jüngster Erfolg der Polizei. So wurden in der Nacht vom Dienstag (1.) gleich 600 Kanarienvögel bei Chapadão do Sul etwa 325 Kilometer von Campo Grande entfernt beschlagnahmt. Zwei Männer wurden festgenommen. Nach Angaben der Polizei ist der Coup einer anonymen Anzeige zu verdanken.

Während die gestressten Vögel dem Rehabilitationszentrum für Wildtiere in der Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso do Sul übergeben wurden, landeten die zwei Verdächtigen vorerst hinter Gittern. Gegen sie wird es einen Prozess gegen illegalen Handel mit Wildtieren geben. Sollten sie verurteilt werden, erwartet sie eine Gefängnisstrafe von drei bis zwölf Monaten. Darüber hinaus muss jeder von ihnen eine Strafe von umgerechnet 50.000 Euro bezahlen.