Pantanal: Piranhas hoch im Kurs

Veröffentlicht am 10. August 2017 - 19:03h unter Pantanal News

Piranhas – Foto: Archiv Agencia Brasil

Sie sind berühmt und berüchtigt: die Piranhas. Bisher wurden sie von den Anglern eher links liegen gelassen. Im Pantanal werden sie jetzt aber zu Spezialitäten der asiatischen Küche verwandelt. Das Piranha-Sashimi hat bereits Folgen gezeitigt. Die bezahnten Fische haben an Ansehen gewonnen.

Der Rio Paraguai ist reich an Piranhas. Hatten sie bis vor Kurzem aus Versehen angebissen, wurden sie von den Anglern wieder ins Wasser geworfen. Bevorzugt wurden größere Fische wie der “dourado“ (Goldfisch) oder der “pacu“.

Die Piranhas sind hingegen bei der heimischen Bevölkerung im Kochtopf gelandet, um daraus die für das Pantanal typische “Caldo de Piranha“ (Piranha-Suppe) zu machen. Jetzt haben Chefköche aber ein neues Gericht kreiert. Vorbild war dabei die japanische Küche.

Statt gekocht, werden von der Piranha Filets gewonnen und diese in einer Marinade mit Zwiebeln, Zitrone und Gewürzen eingelegt, bevor sie roh verzehrt werden.

Um die neue Spezialität des Pantanals zu verbreiten, hat die Unternehmenseinrichtung Sebrae mit dem Projekt “Pirangueiro“ Kurse durchgeführt. Die haben sich vor allem an die Crews der Hotel- und Sportanglerboote gerichtet.

Ziel war es, dass das Piranha-Sashimi und andere Gerichte mit dem Raubfrisch den Touristen und Erholungssuchenden bei ihrer Tour auf dem Fluß angeboteben werden.

Jetzt hat die Sebrae Bilanz gezogen. Das Piranha-Sashimi hat bei Touristen und Anglern Anklang gefunden. Gleichzeitig konnte damit der Wert des Zahnfisches erhöht werden.