Schweizer Stiftung zeichnet vorbildliches Schutzprojekt im Pantanal mit Resource Award 2015 aus

Veröffentlicht am 31. März 2015 - 07:11h unter Pantanal News

Brazilian Green Parrot in Pantanal, BrazilDie Schweizer Stiftung Swiss Re Foundation hat ein Projekt der Wildlife Conservation Society im brasilianischen Pantanal mit dem “Resource Award 2015” ausgezeichnet. Mit der Arbeit sollen gemeinsam mit der Bevölkerung und der Gemeinde Corguinho Quellen und Oberläufe verschiedener Flüsse des Feuchtgebietes besser geschützt und Modell-Höfe eingerichtet werden, die auf einer nachhaltigen Landbewirtung fußen. Ziel ist es unter anderem, die fortschreitende Abholzung der Ufergehölze und die damit einhergehende Erosion und Versandung der Fließgewässer zu vermeiden, die Artenvielfalt zu erhalten und den Menschen eine Zukunftsperspektive zu bieten.

Das Besondere an dem Projekt der Wildlife Conservation Society ist, dass es Naturschützer, die Bevölkerung und ebenso die Verwaltung des Munizips Corguinho gleichermaßen einbezieht. So soll eine Art Landschaftsplan erarbeitet werden, der unter anderem Aussagen zu den Schutzflächen und ebenso Pflegemaßnahmen enthält. Darüber hinaus ist geplant, sowohl Mitarbeiter der Munizip-Verwaltung als auch Landwirte zu schulen, um Flüsse, Gräben und Quellen besser schützen zu können.

Einrichten will die Nichtregierungsorganisation ebenso Modell-Höfe, die als Beispiel für eine nachhaltige Bewirtschaftung dienen sollen. Das Konzept beachtet dabei die Einzigartigkeit des größten Feuchtgebietes der Welt und soll gleichzeitig den Kleinlandwirten, Viehhaltern und Flußanliegern ein Auskommen bieten. Beteiligt werden sollen an dem Projekt zudem Schüler und Studenten.

Das Gebiet um Corguinho umfasst die Quellbereiche der Flüsse Negro, Taboco und Aquidauana, die für das südliche Pantanal von großer Bedeutung sind. Von der Swiss Re Foundation ist das Projekt mit 150.000 Dollar bedacht worden. Ausgewählt wurde es unter beinahe 300 Kandidaten. Vor Ort arbeitet die World Conservation Society (WCS) mit verschiedenen Einrichtungen zusammen, unter anderem mit verschiedenen Universitäten, dem Institut Imasul und der landwirtschaftlichen Beratungseinrichtung Embrapa.