Sportfischerei zieht von Jahr zu Jahr mehr Touristen ins Pantanal

Veröffentlicht am 1. April 2015 - 15:23h unter Pantanal News

man fishing at sunset with nice reflectionsDas Pantanal gilt als eins der Öko-Reiseziele schlechthin. Gestiegen ist in den vergangenen Jahren aber auch die Zahl derjenigen, die in den Flüssen des Feuchtgebietes ihr Angelglück suchen. Allein am Rio Paraguai ist in den vergangenen jahren bei der Sportfischerei ein Zuwachs von 19,5 Prozent verzeichnet worden. Sie gilt deshalb als eine der vielen Attraktivitäten für Touristen, die im Pantanal Erholung und Natur suchen.

Etliche Einrichtungen haben sich in der Stadt Corumbá bereits auf das Publikum der Sportfischer eingestellt, die vom Februar bis zum November ihrem Hobby auf den Flüssen des einzigartigen Feuchtgebietes fröhnen. Die Aktivität ist für viele Bewohner der Pantanal-Stadt längst eine wichtige Einnahmequelle geworden.

Angeboten werden unter anderem speziell ausgebildete Reiseführer, Angelausflüge mit Booten und auch Pousadas, deren Angebote auf die Sportfischer ausgerichtet sind. Etwa 850 direkte und indirekte Arbeitsplätze gehen in Corumbá auf diese Aktivität der Touristen zurück. Die Tourismusstiftung des Pantanal (FUNDTUR/Pantanal) schätzt, dass die Einnahmen mit der Sportfischerei im Munizip bei umgerechnet etwa 30 Millionen Euro liegen.

Nach einer Umfrage der FUNDTUR/Pantanal befürworten 92 Prozent der Touristen die Praxis des “pesque e solte“ (Angeln und Freilassen). Auch bei der Sportfischerei ist es nicht Ziel, einen Fisch für das Abendbrot zu angeln. Vielmehr steht der Naturgenuß an erster Stelle. Beißt ein Fisch an, wird dieser bestaunt, samt Angler fotografiert und wieder im Fluß freigelassen. Der ökoloische Haushalt der Gewässer des Feuchtgebietes wird somit nicht beeinträchtigt.

Der Artenreichtum des Rio Paraguai und seiner Zuflüsse ist enorm. Bisher sind dort 263 verschiedene Fischarten registriert worden.