Studenten entwickeln App zum Schutz des Pantanals

Veröffentlicht am 18. Oktober 2017 - 19:21h unter Pantanal News

Grafik: Screenshot

Mit einer von ihnen entwickelten App wollen Studenten das Pantanal vor Abholzungen und Zerstörung schützen. Mit einem einzigen Klick können sich Interessierte mit dem Programm zum Ort des Geschehens beamen. Erleichtert werden mit ihm darüber hinaus Anzeigen von möglichen Vergehen gegen die Natur.

Die App bezieht sich allerdings nicht nur auf die Tiefebene des Pantanals mit seinen Überschwemmungsflächen. Einbezogen ist vielmehr ebenso die Hochebene, in der die Quellen der Flüsse liegen, von denen die größte Feuchtsavanne der Welt gespeist werden.

Ausgerechnet dort nimmt die Landwirtschaft mit dem Anbau von gigantischen Soja-Monokulturen und der intensiven Weidehaltung von Rindern einen immer größeren Raum ein, kommt es zu Abholzungen. Der intensiven Landwirtschaft zum Opfer fallen dabei ebenso Feldgehölze um Quellbereiche und Uferrandstreifen entlang von Flüssen.

Das Ergebnis ist eine größere Erosion mit dem Risiko der Versandung von Fließgewässern und der Eintrag von Agrochemikalien.

Dem wollen die Studenten mit ihrem Programm entgegenwirken. Wenn schneller bekannt wird, wer wo abholzt und zur Zerstörung des Pantanals beiträgt, so ihre Idee, kann auch schneller eingeschritten werden.

Darüber hinaus glauben sie an eine Öffentlichkeitswirksamkeit und daran, dass die Menschen stärker auf die Bedeutung des Schutzes des Pantanals aufmerksam werden.

Entwickelt haben die Informatikstudenten Ingrid Vasconcelos und Almir Gabriel dos Santos Teixeira die App unter der Orientation ihres Professors Leandro Magalhães de Oliveira. Vorgestellt wurde ihre Arbeit jetzt bei der Wissenschaftsmesse in Aquidauana.