Temperaturen um die 40 Grad erhöhen Brandgefahr im Pantanal

Veröffentlicht am 30. November 2015 - 08:00h unter Pantanal News

Feuerwehreinsatz_Antonio Cruz AgenciaBrasilEine niedrige Luftfeuchte, hohe Tagestemperaturen und fehlender Regen sorgen im Pantanal derzeit für etliche Brände. Betroffen ist vor allem das Munizip Corumbá. Allein dort sind dieses Jahr bereits 2.588 Brandherde registriert worden, 153 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Bis auf 39,2 Grad sind die Temperaturen am Wochenende in Corumbá geklettert. Die gefühlte Temperatur im Herzen des Pantanal wurde hingegen mit 45 Grad angegeben.

Der Zeitraum zwischen August und November gilt im Pantanal allgemein als kritisch, werden dann doch die meisten Brände registriert. Doch schon in der ersten Jahreshälfte sind in der Region um Corumbá dieses Jahr um 43 Prozent mehr Brandherde verzeichnet worden als im gleichen Zeitraum 2014.

Insgesamt gab es zwischen Januar und Juni 2015 in und um Corumbá 381 Brandherde. Mittlerweile ist ihre Zahl jedoch auf 2.588 angestiegen. Damit vereint das Munizip an der Grenze zu Bolivien mehr als die Hälfte der im Bundesstaat Mato Grosso do Sul registrierten Brände. Für den gesamten Bundesstaat wird die Zahl der Feuer vom brasilianischen Raumforschungsinstitut Inpe mit 4.804 angegeben.

Allein im September waren dabei auf den Satellitenbildern des Inpe 1.482 Brand- und Hitzeherde in Mato Grosso do Sul zu sehen. In den ersten Novembertagen wird ihre Zahl mit 170 angegeben.

Für die Tiere bringt ein Brand mehrere Gefahren mit sich. Abgesehen von der unmittelbaren Gefahr durch Feuer, Hitze und Rauch werden die Lebens- und Nahrungsgrundlagen der Tiere zerstört. Hinzu kommt, dass etliche fliehende Ameisenbären, Jaguare, Kaimane, Gürteltiere und Schlangen auf der Straße überfahren werden.