Westen des Pantanal leidet unter extremer Trockenheit

Veröffentlicht am 31. August 2015 - 08:33h unter Pantanal News

Crateús - Fundo do Açude Carnaubal que abastecia a cidade de Crateús (Fernando Frazão/Agência Brasil)

Trockenheit – Foto: Fernando Frazão / AgênciaBrasil

Nicht nur der Nord- und Südosten Brasiliens sind derzeit von einer extremen Trockenheit betroffen. Auch das größte Feuchtgebiet der Welt leidet in Teilbereichen unter dem Mangel an Niederschlägen. Im Pantanal-Munizip Corumbá sind sogar bereits Aktionen angelaufen, um die Fische aus den austrocknenden Teichen zu retten.

Das Pantanal lebt von dem Wechsel zwischen Überschwemmungs- und Trockenzeiten. Doch dieses Jahr fällt die Trockenperiode extremer aus als das in den Vorjahren der Fall war. Hinzu kommen die irregulär ausgefallenen Niederschläge in der vorangegangenen Regenzeit. Eine Folge davon sind austrocknende Teiche und Altwasser. Betroffen sind dieses Mal selbst die Teiche, die nur in seltenen Fällen trocken fallen.

Am stärksten betroffen ist die Region um Corumbá, nahe der Grenze zu Bolivien. Dort hat es seit über sechs Wochen nicht geregnet. Die kurzen Niederschläge vom Donnerstag (28.) waren zudem bei weitem nicht ausreichend, um die Teiche wieder mit einer entsprechenden Menge Wasser zu füllen. Rissige Erde wo vorher ein Wasserspiegel war und Teiche mit einer schlammigen Restmenge an Wasser kennzeichnen weite Bereiche in der Region um Corumbá.

Von der Umweltpolizei hat es mittlerweile schon einen Aufruf gegeben, die in den Schlammlöchern verbliebenen und nach Luft schnappenden Fische zu retten. Zum Teil werden die Fische eingefangen, um sie als Köder zum Angeln in größeren Gewässern zu verwenden. Auch werden sie teilweise umgesiedelt, in Teiche die bessere Konditionen bieten.

Während versucht wird, zumindest einen Teil der Fische zu retten, gibt es vorerst keine Entwarnung. Auch bis Ende dieser Woche ist laut der Wettervorhersage kein Regen in Sicht. Stattdessen werden Tageshöchsttemperaturen von bis zu 38 Grad angekündigt.