Ausstellung zeigt Leben und Alltag der Pantaneiros

Veröffentlicht am 27. Mai 2015 - 05:19h unter Pantanal News

Wie die Menschen im Pantanal leben, das zeigt eine Ausstellung, die sich dem “povo pantaneiro” widmet, den traditionellen Völkern der brasilianischen Sumpfsavanne. Sie haben ihren Rhythmus der Natur mit seinem Wechsel der Überschwemmungs- und Trockenzeiten angepasst. Gezeigt werden ebenso die Traditionen und Brauchtümer der Bevölkerung.

Gaucho im Pantanal

In einigen Regionen gibt es sie noch die typischen mit Palmblättern gedeckten Häuser des Pantanal. Ein solches ist auch in der Ausstellung zu sehen. Es ist mit den trockenen Blättern der Acuri-Palme gedeckt, die im Pantanal wächst. Ziel ist es, die Besucher in die Welt der “pantaneiros“ zu versetzen, wie es von den Organisatoren heißt. Gezeigt wird deshalb auch der Alltag in den Siedlungsgemeinschaften.

Viele leben noch sehr einfach und mit dem Rhythmus der Natur. Das gilt vor allem für die Menschen in der Region um Corumbá, die 80 bis 140 Kilometer von der Stadt entfernt in kleinen Siedlungen mit etwa 160 Familien leben. Wegen der Distanz zur modernen Welt, sind sie besonders auf die Natur angewiesen, die ihnen Nahrung und Dach bietet.

Ausgestellt sind unter anderem auch die Werkzeuge, des täglichen Gebrauchs, wie das Lasso oder der “berrante“. Beide sind unerlässlich bei der Weideviehhaltung. Mit dem oftmals schmuckvoll verzierten und gebogenen Horn “berrante“ werden die Rinderherden zusammengehalten.

Unerlässlich ist ebenso das “zinga“, eine Art Ruder, mit dem in den Überschwemmungszeiten in den Kanus stehend gerudert wird. Arbeit und Alltag der “comitivas“ wird in Fotos und Videos gezeigt. Dahinter verbergen sich professionelle Rindertreiber, die oft Monate unterwegs sind, um die Herden von einem Ort zum anderen zu treiben.

Vorgestellt werden Musik, Tänze und traditionelle Feste sowie auch typische Gerichte des Pantanal und die „rodas de tereré“. Bei letzteren wird der Erva-Mate-Tee in einem Horn nach bestimmten Regeln im Kreis herum gereicht und getrunken.

Zu sehen ist die Ausstellung in der Estação Natureza Pantanal in der Stadt Corumbá im Bundesstaat Mato Grosso do Sul bis Ende Juni.