Bewohner fordern umgehende Reparaturen an der Transpantaneira

Veröffentlicht am 23. Dezember 2014 - 22:24h unter Pantanal News

descasopontesIm Pantanal regt sich Widerstand aufgrund des desolaten Zustandes der Transpantaneira. Die Schotterpiste ins Pantanal macht den Bewohnern von Poconé und Umgebung Sorgen. Sie beklagen eingestürzte und reparaturbedürftige Brücken sowie Schlaglöcher in der Erdpiste und befürchten, dass sie in der Regenzeit isoliert sein werden, weil die einzige Verbindungsstraße dann nicht mehr befahrbar ist. Klagen gibt es ebenso aus der Tourismusbranche. Aufgrund des schlechten Zustands der berühmten Straße sei die Zahl der Besucher in der Region bereits abnehmend, heißt es.

Um auf die Probleme und die prekären Bedingungen der Transpantaneira aufmerksam zu machen, haben etwa 200 Bewohner des Ortes Nossa Senhora do Livramento dieser Tage die Straße blockiert. Sie klagen wirtschaftliche Einbußen und ebenso ein erhöhtes Risiko der Bewohner an, die auf die Straße MT-60 angewiesen sind. Zu dieser gehören über 120 Brücken, von denen eine bereits eingestürzt ist und sich weitere 30 in einem so schlechten Zustand befinden, dass deren Einsturz jeden Moment befürchtet wird. Bei weiteren 80 Brücken stehen die regelmäßigen Wartungsarbeiten aus. Darüber hinaus wird davon berichtet, dass Bewohner und Touristen bei starkem Regen mit ihren Fahrzeugen auf der aufgeweichten Erdpiste steckenbleiben, oft in Gebieten, in denen es keinen Handyempfang gibt.

Eigentlich hätten die Holzbrücken schon zur Fußball-Weltmeisterschaft im Juni dieses Jahres von Betonbrücken abgelöst werden sollen, wie es von der Vereinigung der Reiseagenturen des Bundesstaates Mato Grosso heißt. Berichtet wird zudem von einem Schild, das bereits seit sechs Monaten auf bevorstehende Bauarbeiten in Höhe von umgerechnet etwa 1,6 Millionen Euro hinweist. Die Bewohner und touristischen Einrichtungen entlang der 150 Kilometer langen Transpantaneira befürchten indes, dass sie in den kommenden Wochen von der Umwelt abgeschnitten werden. Schon jetzt sei der Wasserstand im größten Feuchtgebiet der Welt am steigen. Gibt es nicht bald eine Abhilfe, bleiben den Menschen der Region als Transportmittel nur noch Boote und Hubschrauber übrig.