Bonito befindet sich im Touristenboom

Veröffentlicht am 9. Januar 2016 - 11:05h unter Pantanal News

underwater 6Das Pantanal erlebt derzeit einen Touristenboom. Gefragt ist vor allem das Munizip Bonito mit seinen glasklaren Bächen und Seen, den Höhlen und Grotten und seiner überschwenglichen Natur. Schuld an dem Boom ist der hohe Dollar- und Eurokurs gegenüber dem Real sowie die Wirtschaftskrise Brasiliens.

Schon während des vergangenen Jahres hat es in Bonito im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul im Tourismusbereich kaum eine Verschnaufpause gegeben. Durch den hohen Dollarkurs und die Abwertung des Real haben sich viele Brasilianer entschlossen, ihren geplanten Auslandsurlaub im eigenen Land zu verbringen. Aber auch aus dem Ausland zieht es wegen des günstigen Wechselkurses viele Touristen ins Pantanal. Allen voran stehen dabei Touristen aus den südamerikanischen Nachbarländern Brasiliens.

In der Region Serra da Bodoquena sind über 606.000 Besucher registriert worden. Erreicht wurde damit im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren ein Rekord. Gestiegen ist die Zahl der Besucher um 23 Prozent. Die „Gruta Lago Azul“ (Grotte des blauen Sees) hat gar einen historischen Rekord verzeichnet. Geschätzt wird die Besucherzahl auf 70.000.

Wer eins der 40 Ausflugsziele Bonitos besuchen will, muss mittlerweile vorbuchen. In manchen Agenturen werden die Reservierungen ein halbes Jahr und mehr vorab gebucht.

Bei einigen der Attraktionen ist die Besucherzahl beschränkt, wie am Fluss „Olho D’água”. Dort sind pro Tag lediglich 150 Personen gestattet, wodurch es teilweise Wartezeiten gibt. Die Geduld wird allerdings mit einem einzigartigen Erlebnis belohnt, bei dem die Schwimmer im transparenten Wasser zwischen den Fischschwärmen zu schweben scheinen.

Die 20.000 Einwohner zählende Stadt Bonito wartet für die Touristen mit 5.500 Betten in Hotels und Pousadas auf. Die sind in der momentanen Hochsaison derzeit jedoch ausgebucht.