In Corumbá soll das Zusammenleben von Mensch und Tier verbessert werden

Veröffentlicht am 8. Juli 2014 - 17:55h unter Pantanal News

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWildtiere in Siedlungsnähe sind im Pantanal keine Seltenheit. Damit es dabei zu keinen Problemen und Verletzungen kommt, soll die Bevölkerung des größten Feuchtgebietes der Erde besser aufgeklärt werden. Das Komitee für Waldbrände und Wildtierschutz in Corumbá will dazu nicht nur Broschüren herausgeben, sondern fordert ebenso Info-Veranstaltungen und Seminare, um das Zusammenleben der Menschen mit den Wildtieren zu verbessern.

Erst vor wenigen Wochen haben Sicherheitskräfte, Feuerwehr und Mitglieder des Komitees drei gefleckte Jaguare gerettet, die vor Überschwemmungen auf einen Baum in einem Hausgarten geflüchtet waren. Auch wenn immer wieder Wildtiere vor Bränden und Hochwasser fliehen und in Siedlungsgebieten auftauchen, ist es dieses Jahr bisher noch zu keinen Zwischenfällen gekommen. Trotzdem werden vorbeugende Maßnahmen gefordert, dies sowohl zum Schutz der Tiere als auch der Menschen.

So wurden bereits Karten erstellt, in denen die Regionen und Bereiche verzeichnet sind, wo man eher einem Jaguar begegnen könnte. Ein entsprechendes Faltblatt mit Hinweisen, wie sich die Bevölkerung im Falle eines Zusammentreffens verhalten soll, ist ebenfalls bereits erstellt worden. Allerdings fordern Biologen und Tierärzte auch ein Programm mit Vorträgen in Schulen als auch Info-Veranstaltungen für die Bevölkerung. Dies soll dabei die wichtigsten Verhaltensregeln beigebracht bekommen, um die Tiere nicht zu provozieren. Im Mittelpunkt soll aber auch die Aufklärung über den Schutz der Wildtiere stehen. Aus Angst und Unwissenheit werden einige Arten oft einfach getötet, obwohl sie bei einem richtigen Verhalten keine tatsächliche Bedrohung für die Menschen darstellen.

Die Jaguare sind bei weitem nicht die einzigen Wildtiere, mit denen auch in Siedlungsnähe zu rechnen ist. Schlangen, Ameisenbären, der Ozelot, Kaimane und andere Klein- und Großsäuger oder Reptilien sind ebenso keine Ausnahme.