Serra do Amolar im Visier der Forscher

Veröffentlicht am 23. März 2018 - 15:01h unter Pantanal News

Die Serra do Amolar ist eine Region des Pantanals, die bisher nur wenig erforscht ist. Jetzt widmen sich Wissenschaftler intensiver. Bereits entdeckt haben sie eine Vogelart, die dort bis dato nicht registriert worden ist.

Pantanal-Einblick – Foto: Screenshot Video

Eigentlich ist der Meia-Lua-do-Cerrado (Melanopareia torquata) in der Savanne Zentralbrasiliens, dem Cerrado, beheimatet. Jetzt haben die Forscher den 14 Zentimeter großen Vogel auch im Pantanal nachgewiesen, genauer gesagt in der Serra do Amolar.

Die weist anders als die meisten Bereiche der gigantischen Feuchtsteppe das ganze Jahr über überschwemmte Flächen auf. Geprägt ist sie zudem von Seen und Bergen. Wegen seiner geographischen Eigenheiten und seiner Abgeschiedenheit gilt die an der Grenze zu Bolivien gelegene Serra do Amolar als einzigartig.

Im Vergleich mit anderen Regionen des Pantanals ist die nur schwach besiedelte Region noch weitgehend unerforscht. Die Biologin Maristela Benites geht davon aus, dass neben dem Meia-Lua-do-Cerrado noch weitere bisher dort nicht nachgewiesene Tierarten registriert werden.

Die neue Studie ist Teil des Projektes “Netzwerk zum Schutz und Erhalt der Serra do Amolar“, das vom Institut Homem Pantaneiro in Partnerschaft mit weiteren Organisationen betrieben wird.

Mit diesem wollen die Wissenschaftler nicht nur die Artenvielfalt der Region erforschen, neue Erkenntnisse erlangen und einen besseren Schutz erwirken.

Zusammengearbeitet werden soll auch mit den Bewohnern, den Ribeirinhos. Sie sollen ebenso von den neuen Erkenntnissen profitieren, wie es heißt.