Buch widmet sich der Arbeit der Rindertreiber des Pantanal

Veröffentlicht am 4. März 2015 - 14:34h unter Pantanal News

In den Weiten des Pantanal gibt es sie noch die Viehtreiber. Ihnen ist nun ein eigenes Buch gewidmet. Das zeigt die harte Arbeit der brasilianischen Cowboys und ebenso die einzigartige Schönheit des größten Feuchtgebietes der Welt. Erstellt hat es die Journalistin Débora Alves, die fast zwei Wochen lang mit einer der comitivas, einer Gruppe von professionellen Rindertreibern in den Steppen des Pantanal unterwegs gewesen ist.

pantanal

Viagem a Bordo das Comitivas Pantaneiras“ lautet der Titel des Buches, das am Dienstag in Auqidauana vorgestellt worden ist. Es umfasst 192 Seiten und dutzende Fotos und gibt einen Einblick in ein kaum bekanntes Pantanal, in dem die Viehwirtschaft eine der wichtigsten wirtschaftlichen Säulen und der Beruf des Cowboys noch lebendig ist.

Auch wenn es längst motorisierte Viehtransporte gibt, sind viele Fazendeiros aus Mangel an gut ausgebauten Straßen und wegen der Überschwemmungszeiten auf die Arbeit der sogenannten comitivas angewiesen. Die sind oft mehrere Monate lang unterwegs.

Im Durchschnitt treiben die Männer eine Herde mit 1.200 Rindern über lange Strecken hinweg. Oft umfasst ihr Arbeitstag mehr als zehn Stunden. Los geht es schon im Morgengrauen. Erschwert wird ihre Reise durch die gleißende Sonne und ebenso strömenden Regen. Genächtigt wird in Hängematten, gegessen am Lagerfeuer und Wasser aus den Flüssen und Bächen geschöpft, wie Débora Alves in ihren Reportagen berichtet.

Eins der Kapitel hat sie einer speziellen Gruppe gewidmet, der Comitiva Bagual. Sie durchstreift das Feuchtgebiet auf der Suche nach Rindern, die sich von der Herde abgesondert haben oder die fernab des Weidegrundes geboren wurden.

Gefördert wurde die Veröffentlichung des Buches von der Kulturstiftung FIC des Bundesstaates Mato Grosso do Sul.