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Im Pantanal werden aus Piranhas japanische Sashimi-Gerichte

Veröffentlicht am 29. Juni 2014 - 17:26h unter Pantanal News

ger_curso_sashimi_piranhaDas japanische „Sashimi“ wird im Pantanal zum einzigartigen Genuß. Verwendet wird dort allerdings nicht irgendein Edelfisch. Vielmehr dienen die gefürchteten Piranhas als Grundlage für die Zubereitung des Rohfischgerichtes. Angeboten wird das Piranha-Sashimi dabei nicht in Restaurants, sondern auf Fischerbooten.

Die Piranhas kommen in den Flüssen des Pantanal in großer Menge vor. Sie sind leicht zu fischen, werden bisher aber wegen ihres erdigen Geschmackes in den Restaurants nur wenig genutzt. Einige Fischer und Bootskapitäne überlegten deshalb wie sie diesen Umstand ausnutzen können. Dabei kamen sie auf die Idee, die Piranhas für japanische Gerichte zu verwenden. Immerhin kann Mato Grosso do Sul die drittgrößte japanische Kolonie Brasiliens vorweisen. Vor hundert Jahren kamen die ersten Japaner nach Campo Grande, um dort in der Landwirtschaft und um am Bau der Eisenbahnstrecke zu arbeiten. Ihre Nachkommen haben teilweise noch die Kultur ihrer Vorväter bewahrt.

Um die Kunst der Zubereitung des Pantanal-Sashimi zu erlernen, heuerten die Fischer und Bootsbesitzer den Chefkoch Marcílio Galeano an. Der zeigte ihnen, wie sich das Fleisch der Piranhas am besten gewinnen, nutzen und verfeinern lässt. Angefangen wurde bei der Trennung des Filets von den Gräten. Um das Fischfleisch zu säubern wird der Saft von Zitronen verwendet. Ist das Filet einmal gewonnen, wird es in feine Streifen geschnitten und kunstvoll mit Gemüse, Salat und Reisröllchen angerichtet.

Zubereitet wird das Piranha-Sashimi vor den Augen der Touristen. Die können gleich doppelt von den Piranhas profitieren. Denn, was von den Piranhas nicht für das Sashimi verwendet werden kann, wie Kopf und Schwanz, landet in der Suppe, dem „Caldo de piranha“, ein für die Region typisches Gericht.