In freier Wildbahn lebender Tapir spielt mit Dokumentarfilmern

Veröffentlicht am 8. Juli 2015 - 20:26h unter Pantanal News

tapir_1870Einen Tapir zu sehen zu bekommen ist eine Seltenheit. In der Nähe der Pantanalstadt Bonito gibt es allerdings einen, der vor Touristen keine Angst hat und längst zum Maskottchen der Region geworden ist. Bei den Arbeiten zu einem Dokumentarfilm über das Pantanal hat Tapir Gigi nun auch das Kamerateam mit seiner Zutraulichkeit überrascht. Denn eigentlich sind die Tapire scheue Tiere.

Dass Gigi so zahm ist, liegt daran, dass sie als Waise aufgewachsen und von klein an an Menschen gewöhnt ist, von denen es Nahrung bekommen hat. Allerdings lebt Gigi in der freien Wildbahn. Dort hat sie auch das Kamerateam eines brasilianischen Fernsehsenders entdeckt, als diese auf der Suche nach Bildern für einen Dokumentarfilm die Umgebung von Bonito mit ihren eindrucksvollen Grutten und Wasserfällen durchstöberten.

Aus ihrer Neugier machte Gigi keinen Hehl und ließ sich vom Kamerateam sogar streicheln. Noch überraschter war der Reporter allerdings als der größte heimische Landbewohner Brasiliens mit ihm ein Bad in einem Bach nahm. Gigi zeigte sich indes gelassen, ist er doch auch schon mit dem Inhaber einer nahe gelegenen Pousada geschwommen. Dort ist er fester Gast und hält sich an den Früchten des Obstgartens gütlich.

Die Antas, wie sie in Brasilien genannt werden, können eine Körperlänge von bis zu 2,50 Meter aufweisen und bis zu 300 Kilogramm wiegen. In Brasilien sind sie in verschiedenen Lebensräumen anzutreffen, unter anderem auch im größten Feuchtgebiet der Welt, im Pantanal. Allerdings gelten sie bereits als in ihrem Bestand bedroht. Von den Biologen wird der enge Kontakt zwischen den Menschen und Gigi indes nicht so gerne gesehen. Da das Tier durch skrupellosen Jäger somit besonders gefährdet ist.