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Internationaler Spendenaufruf für Wildtiere des Pantanals

Veröffentlicht am 11. September 2020 - 10:24h unter Pantanal News

Im Pantanal läuft derzeit eine große Hilfsaktion für Jaguar, Tapir und andere Wildtiere. Dutzende Helfer sind dabei, Futter zu verteilen und Wassertränken aufzufüllen. An der Transpantaneira wurde zudem ein Erste-Hilfe-Posten für Wildtiere eingerichtet, um Tiere mit Verletzungen zu behandeln.

Brände in Mato Grosso – Foto: Mayke Toscano Secom/MT

Seit Wochen wüten in verschiedenen Regionen des Pantanals Brände. Über zwei Millionen Hektar sind von den Flammen bereits zerstört worden und unzählige Tiere in den Flammen verendet.

Überlebende Tiere finden indes kein Futter und keine Wasserstellen mehr. Eingerichtet wurde deshalb von einem interdisziplinären Komitee, in dem staatliche und private Einrichtungen sowie Nichtregierungsorganisationen vertreten sind, eine umfangreiche Hilfsaktion.

Über diese versuchen Ehrenamtliche, Biologen und Tierärzte die Folgen der Brände zu lindern. Sie legen täglich an diversen Stellen Futter für die verschiedensten Wildtiere aus, fahren die Region ab, um verletzte Tiere zur Behandlung einzusammeln und sie an anderen, intakten Orten wieder auszusetzen.

Um die Hilfsaktionen zu finanzieren gibt es nun einen Spendenaufruf. Eingerichtet wurde dazu von der Organisation Ampara über Internet der Crowdfunding “Pantanal em Chamas“ (Pantanal in Flammen). Über 6.000 Personen haben über diesen bereits 449.000 Reais gespendet (umgerechnet derzeit knapp 75.000 Euro). Weitere Spenden sind wilkommen. Informationen in englischer Sprache gibt es unter https://bit.ly/3525Fi6.

Für die Erste-Hilfe-Stelle für Wildtiere gibt es ebenso einen Aufruf. Für sie wird Sachmaterial erbeten wie Desinfektionsmittel, Spritzen, Handschuhe oder Medikamente.

Gleichzeitig sind etliche Feuerwehrleute, Brigadisten und das Militär im Einsatz, um die immer wieder aufflammenden Brände zu bekämpfen. Verantwortlich gemacht werden für die Brände menschliche Aktionen. Zur starken Ausbreitung der Brände trägt hingegen die extreme Trockenheit bei, die seit Monaten im Pantanal herrscht.

Spezialisten sprechen schon jetzt von der größten Tragödie des Pantanals der vergangenen 30 Jahre.