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Papageien des Pantanals erhalten Verstärkung

Veröffentlicht am 5. November 2021 - 21:08h unter Pantanal News

Tausende Touristen zieht es jährlich in die größte Feuchtsteppe unseres Planeten zur Beobachtung der Wildtiere. Dazu zählt auch die Vogelwelt. 650 verschiedene Vogelarten haben Forscher im Pantanal bereits wissenschaftlich erfasst. Dazu zählen auch verschiedene Papagei-Arten. Die erhalten jetzt Unterstützung vom Menschen.

Papageien Spezies – Foto: Screenshot Video

Eine Studie unter der Leitung des landwirtschaftlichen Forschungsunternehmens Embrapa Pantanal aus dem Jahr 2019 zeigt, dass der Bestand einiger Papageiarten, wie die Blaustirnamazone (Amazona aestiva), in den vergangenen Jahren abgenommen hat.

Ein Problem ist unter anderem das Fehlen von Nistplätzen. Für ihre Brut benötigen die Papageien Hohlräume in Bäumen. Dazu müssen allerdings entsprechend große Bäume vorhanden sein, und diese fehlen teilweise, wie Elenise Sipinski vom Programa Papagaios do Brasil ausführt. Mit dem Programm soll deshalb Abhilfe geschafft werden.

In bestimmten Bereichen haben die Papageischützer künstliche Nester angebracht, die von Forschern monitoriert werden. Nester und Standorte sind dabei auf die jeweilige Papageiart ausgerichtet. Das Programm zeigt bereits Früchte. Die Zahl der Papageien in der Natur soll nach Angaben der Initiative bereits wieder zugenommen haben.

Ins Leben gerufen wurde das Programm Papagaios do Brasil im Jahr 2017. Geschützt werden sollen mit ihm sechs verschiedene Papageiarten. Zu dem Programm gehört auch die Kampagne “Adote um Ninho de Papagaio“ (Adoptiere ein Papagai-Nest). Wer will kann dabei die Papageiart wählen, die er schützen will und ebenso den Ort des Nestes.