Martim-pescador-grande (Rotbrustfischer)

Veröffentlicht am 1. Juli 2008 - 14:32h unter Vögel im Pantanal

Portugiesisch: Martim-pescador-grande
Familie: ALCEDINIDAE
Spezies: Megaceryle torquata, Ceryle torquata
Deutsch: Rotbrustfischer

Körperlänge: 42 cm. Der grösste Vertreter der „Kingfisher-Familie“ in Brasilien und der einzige mit grau-blauem Kopf, Krone und Rücken. Beim Männchen sind Brust und Bauch rostrot gefärbt, beim Weibchen fällt ein breiter grau-blauer Querstreifen über der Brust und das Hinterteil in rostrot auf. Der Schnabel kann eine Länge von bis zu 8 cm erreichen. Im Pantanal ein sehr häufiger Vogel – man sieht ihn in der Regel auf trockenen Baumstümpfen sitzen, am Ufer von Flüssen und Lagunen. Er ernährt sich von Fischen und Wasserinsekten (auch Landinsekten). Die grösseren Fische tötet er, indem er sie mit dem Schnabel gegen einen harten Gegenstand schlägt, bevor er sie ganz verschlingt. Er bewohnt Löcher am abschüssigen Flussufer, nahe am Wasser. Dabei kommt es auch zur Kolonienbildung (Konzentration von vielen Nistlöchern an der gleichen Uferböschung). Die Aushebung seiner Nisthöhle besorgen die Vögel mit Hilfe ihrer Füsse – Männchen und Weibchen leisten diese Arbeit gemeinsam – sie graben einen 1 bis 2 Meter langen Tunnel, der in einer Brutkammer mündet.

Martim-pescador-grande
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Kuriositäten: Der Vogel kann zwischen 305 und 341 Gramm wiegen. An gewissen Stellen im Pantanal kann man Uferböschungen mit Dutzenden von Nisthöhlen dieser Vögel entdecken. An diesen Stellen hört man schon von weitem den Lärm, den diese Tiere machen, während sie herumfliegen. Auch wenn er längere Strecken zurücklegt, trifft man ihn immer, mit kurzen sekundenlangen Unterbrechengen, laut schwatzend und schreiend.