Regionale Küche des Pantanal als spezielles „Finger Food“

Veröffentlicht am 6. Juni 2014 - 16:08h unter Pantanal News

18567-foto-kleverton-velasques-aDas Pantanal hat neben einer faszinierenden Natur noch etliches mehr zu bieten. Das zeigte nun das gastronomische Festival “Sabores das Américas” (Geschmäcker Amerikas), welches in Corumbá im Bundesstaat Mato Grosso do Sul stattfand. Bei ihm ging es dieses Jahr zwar um das „Finger Food“, Essen, das in Straßenbuden angeboten wird, die kulinarischen Genüsse des Pantanal kamen dennoch nicht zu kurz.

Unter anderem wurde in einem Vortrag vermittelt, wie sich das Ökosystem des Pantanal auf die regionale Küche. Der typische Zyklus des Feuchtgebietes mit seinen Trockenzeiten und den Überschwemmungsperioden beeinflusst dabei unter anderem das Angebot die Zutatenliste. Sowohl die Kleinbauern als auch die Fischerfamilien hängen von diesem Wechsel ab.

Auch wenn heute die meisten Lebensmittel fast immer und überall erhältlich sind, wurde bei dem Festival dennoch Wert auf das lokale Angebot gelegt. Verarbeitet wurden ausschließlich Zutaten aus der Region rund um das größte Feuchtgebiet der Erde. Ebenso nicht zu kurz kamen die Traditionen der Kochkunst des gesamten Bundesstaates Mato Grosso do Suls. Geschaffen wurden somit ganz spezielle Snacks wie beispielsweise „Caldo de Piranha“, einer Piranhasuppe.

Ein weiteres Beispiel sind die in der Küche des Pantanal beliebten „Isca de pintado“. Dahinter verbergen sich frittierte Fischwürfel aus dem Pintado, dem gefleckten Sorubimwels. Er ist ein typischer Fisch Südamerikas, der auch in den Flüssen des Pantanals heimisch ist, jedoch mittlerweile auch gezüchtet wird.

Als Spezialität gilt ebenso das „Carne soleada“. Es ist ein speziell vorbereitetes Fleisch, das mit Hilfe von Salz haltbar gemacht wurde. Beim „Fingerfood“ des Pantanal kommt das Fleisch auf ein „Bolacha Pantaneira“, einem trockenen Keks, die früher von den Männern in ihrem Brotzeitbeutel beim Hüten der Rinderherden mitgeführt wurden.